Kategoriearchiv: Studien

NOGGO S32 – EXPRESSION XIX (19)

NOGGO S32 – Expression XIX (19)

UMFRAGE ZUR NUTZUNG DIGITALER MEDIEN UND TELEMEDIZIN IN DER GYNÄKOLOGISCHEN VERSORGUNG

Digitale Medien und Telemedizin werden auch in der Medizin immer wichtiger. Doch wie nutzen Patientinnen digitale Angebote im Alltag und in ihrer medizinischen Versorgung? Welche Erfahrungen haben sie mit Telemedizin gemacht und welche Vorteile oder Bedenken sehen sie?
Die Umfrage Expression XIX untersucht, wie Patientinnen der Gynäkologie digitale Medien und telemedizinische Angebote nutzen und welchen Bedarf sie für die Zukunft sehen. Dabei soll insbesondere herausgefunden werden, ob die bestehenden Angebote den Bedürfnissen der Patientinnen entsprechen oder ob ein größerer Bedarf an telemedizinischer Versorgung besteht.

Was wird in dieser Umfrage untersucht?

Im Mittelpunkt der Umfrage steht der Umgang von Patientinnen mit digitalen Medien und Telemedizin. Unter Telemedizin versteht man beispielsweise medizinische Beratung oder Betreuung, die über digitale Medien wie Videoanrufe, Apps oder andere Online-Plattformen stattfindet und nicht unbedingt einen persönlichen Besuch in der Arztpraxis oder Klinik erfordert.

Die Umfrage erfasst zunächst, wie Patientinnen digitale Medien in ihrem Alltag nutzen und welchen Stellenwert sie beispielsweise bei der Suche nach Informationen über die eigene Erkrankung haben. Anschließend werden die bisherigen Erfahrungen mit Telemedizin untersucht. Dabei geht es unter anderem darum, welche Vorteile und Nachteile Patientinnen in der telemedizinischen Versorgung sehen und in welchen Situationen sie eine digitale Beratung gegenüber einem persönlichen Gespräch bevorzugen würden.

Außerdem soll untersucht werden, welche Sorgen oder Schwierigkeiten Patientinnen bei der Nutzung von Telemedizin haben. Dabei wird auch erfragt, ob eine Schulung oder Anleitung den Umgang mit digitalen medizinischen Angeboten erleichtern könnte.

Was ist das Ziel der Umfrage?

Ziel der Umfrage ist es, den aktuellen Wissensstand, die Nutzung und den Bedarf von Patientinnen im Hinblick auf digitale Medien und Telemedizin zu erfassen. Die Ergebnisse sollen zeigen, wo Patientinnen Vorteile in der Telemedizin sehen, welche Nachteile oder Bedenken bestehen und ob die derzeitigen telemedizinischen Angebote den tatsächlichen Bedürfnissen der Patientinnen entsprechen.

Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die zukünftige Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Patientinnen zu verbessern und die medizinische Betreuung im Krankheitsalltag stärker an den Bedürfnissen der Patientinnen auszurichten. Außerdem können die Ergebnisse eine Grundlage für zukünftige Schulungsangebote bilden, die Patientinnen den Umgang mit digitalen medizinischen Angeboten erleichtern und sie dabei unterstützen, sich stärker an Entscheidungen über ihre eigene Behandlung zu beteiligen.

Wie ist der Ablauf der Umfrage?

Die Studie besteht aus einer einmaligen anonymen Befragung. Zu Beginn werden allgemeine Angaben zur Person und zur Erkrankung erfasst. Anschließend geht es um die Nutzung digitaler Medien im privaten und beruflichen Alltag sowie um die Suche nach Informationen zur eigenen Erkrankung, beispielsweise über soziale Medien.

Im weiteren Verlauf werden die bisherigen Erfahrungen mit Telemedizin erfragt. Die Teilnehmerinnen können angeben, welche Vorteile und Nachteile sie in der telemedizinischen Versorgung sehen und in welchen Situationen sie eine digitale Beratung gegenüber einem persönlichen Gespräch bevorzugen würden. Außerdem wird untersucht, welche Art von telemedizinischen Angeboten für die Patientinnen besonders interessant ist und welche Eigenschaften eine digitale Anwendung oder Plattform aus ihrer Sicht haben sollte.

Der Fragebogen ist in 6 Sprachen verfügbar – Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch.

Gibt es Risiken?

Die Expression 19 ist eine Umfragestudie und hat deswegen keine Teilnahmerisiken.

Teilnahmevoraussetzung

An der Umfrage können Patientinnen ab 18 Jahren teilnehmen, die sich aufgrund einer gynäkologischen Erkrankung in einer Klinik oder Praxis in Behandlung befinden.

Wo kann ich an dieser Studie teilnehmen?

Die Teilnahme ist ab sofort online oder an den teilnehmenden Studienzentren möglich!

TroFuse-036 Studie

ENGOT-CX22 / TroFuse-036 Studie

THERAPIESTUDIE ZUR KOMBINATION VON SACITUZUMAB TIRUMOTECAN (SAC-TMT) UND PEMBROLIZUMAB ALS ERHALTUNGSTHERAPIE BEI PATIENTINNEN MIT FORTGESCHRITTENEM, WIEDERGEKEHRTEM ODER METASTASIERTEM ZERVIXKREBS

 

Die TroFuse-036-Studie ist eine internationale, randomisierte (die Zuordnung in einen der Behandlungsarme erfolgt zufällig) Phase-3-Studie, welche eine neue Behandlungsstrategie für Patientinnen mit fortgeschrittenem, wiederaufgetretenem oder neu diagnostiziertem metastasiertem Gebärmutterhalskrebs (Zervixkrebs) untersucht. Voraussetzung ist, dass der Tumor das Protein PD-L1 auf der Zelloberfläche trägt. Dabei wird geprüft, ob eine Kombination aus dem neuen Medikament Sacituzumab Tirumotecan (sac-TMT) und der Immuntherapie Pembrolizumab, mit oder ohne Bevacizumab, als Erhaltungstherapie wirksamer ist als die derzeitige Standardbehandlung.

Was wird in der Studie untersucht?

Gebärmutterhalskrebs entsteht im unteren Teil der Gebärmutter, dem Gebärmutterhals. Wenn die Erkrankung metastasiert ist, bedeutet das, dass sich Krebszellen bereits in andere Körperregionen ausgebreitet haben. Auch wenn moderne Kombinationstherapien die Behandlung verbessert haben, bleibt die Erkrankung in diesem Stadium schwer heilbar. Deshalb werden neue Behandlungsstrategien gesucht.

Ein wichtiger Bestandteil der aktuellen Therapie ist Pembrolizumab, eine Immuntherapie. Viele Gebärmutterhalskrebszellen haben auf ihrer Oberfläche ein so genanntes PD-L1 Protein. An dieses Protein kann ein Rezeptor (PD-1) auf Immunzellen binden und sendet somit ein inaktivierendes „Stopp-Signal“. Die Krebszelle entgeht so einem Angriff durch das Immunsystem, die Abwehrreaktion wird gebremst. Pembrolizumab blockiert diesen PD-1-Rezeptor. So kann das „Stopp-Signal“ der Krebszelle nicht mehr wirken und das eigene Immunsystem erkennt und kann die Krebszellen wieder besser bekämpfen.

Bevacizumab ist ein Medikament, das die Blutversorgung des Tumors hemmt und so dessen Wachstum bremsen kann.

Das neue Studienmedikament Sacituzumab Tirumotecan (sac-TMT) ist eine sogenannte Antikörper-Wirkstoff-Verbindung. Es besteht aus einem Antikörper, der gezielt an bestimmte Strukturen auf Krebszellen bindet, und einem daran gekoppelten Zellgift. Nachdem der Antikörper an die Krebszelle gebunden hat, wird das Zellgift in die Tumorzelle eingeschleust und kann diese von innen heraus zerstören. Dadurch soll die Behandlung möglichst gezielt wirken.

Was ist das Ziel der Studie?

Das wichtigste Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob Patientinnen mit der Kombination aus sac-TMT und Pembrolizumab länger ohne Fortschreiten der Erkrankung leben als Patientinnen, die die derzeit übliche Standardbehandlung erhalten. Außerdem soll untersucht werden, ob sich die Lebensdauer insgesamt verlängert und wie verträglich die Therapie ist.

Wie ist der Ablauf der Studie?

In einem ersten Teil der Studie, einer sogenannten Sicherheitsphase, erhielten bereits geeignete Patientinnen die Kombination aus sac-TMT, Pembrolizumab und Bevacizumab, um die Verträglichkeit und Sicherheit der Kombinationstherapie zu prüfen. Diese Phase ist bereits abgeschlossen.

Zu Beginn des zweiten Teils  erhalten zunächst alle Patientinnen eine sogenannte Induktionsbehandlung: diese besteht aus der Immuntherapie Pembrolizumab kombiniert mit den Chemotherapeutika Carbo– oder Cisplatin und Paclitaxel. Außerdem kann nach Ermessen des Prüfarztes Bevacizumab ergänzt werden. Wenn die Erkrankung unter dieser Behandlung nicht fortschreitet, beginnt die sogenannte Erhaltungstherapie.

In dieser Phase werden die Patientinnen per Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen für die Erhaltungstherapie zugeteilt:

Gruppe 1:
Sac-TMT + Pembrolizumab mit oder ohne Bevacizumab

Gruppe 2:
Pembrolizumab mit oder ohne Bevacizumab

Gibt es Risiken?

Über mögliche Risiken bzw. Nebenwirkungen, die mit der Teilnahme verbunden sind, werden Sie im Rahmen eines Aufklärungsgesprächs von den behandelnden Ärzt:innen informiert.

Teilnahmevoraussetzungen

An dieser Studie können Frauen im Alter ab 18 Jahren teilnehmen mit:

  • Histologisch bestätigtem Gebärmutterhalskrebs
  • Persistierendem (fortbestehendem), wiedergekehrtem oder neu im metastasierten Stadium diagnostiziertem Gebärmutterhalskrebs, der nicht mehr durch Operation oder Bestrahlung heilbar ist
  • Tumoroberfläche weist das PD-L1 Protein auf
  • zuvor darf keine systemische oder Immuntherapie für die Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium erfolgt sein, eine vorherige Bestrahlung ± strahlensensibilisierende Chemotherapie oder Induktionschemotherapie vor der Strahlentherapie bei lokal fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs ist allerdings erlaubt

Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Kriterien, die für eine Teilnahme an der Studie erfüllt sein müssen. Weitere Informationen erhalten Sie über Ihre behandelnden Ärzt:innen.

Die Studie wird durchgeführt von

NOGGO S30 – EXPRESSION XVIII (18)

NOGGO S30 – Expression XVIII (18)

Internationale Umfrage über den Einfluss von Krisen auf Patientinnen mit gynäkologischen Tumorerkrankungen

Die Angst ist ein zentrales Thema bei Krebspatientinnen mit gynäkologischen Erkrankungen und kann durch verschiedene Krisen, wie Krieg, Finanzen und Pandemien, verstärkt werden. Obwohl die klinische Krebsforschung hauptsächlich auf Therapien fokussiert ist, betonen mehrere Studien die Notwendigkeit, die Angst in der Kommunikation zwischen Patient:innen, Ärzt:innen und medizinischem Personal zu berücksichtigen. Mit Hilfe der Ergebnisse dieser Umfrage sollen potenzielle Lösungen zur Überwindung von Konflikten gefunden werden, um die Patientinnen dabei zu unterstützen, mit dem medizinischen Personal und ihren Angehörigen über diese Themen zu kommunizieren. Es handelt sich um eine globale Studie, die zum ersten Mal durchgeführt wird und Patientinnen aus allen Kontinenten einschließt, um eine globale Perspektive zu erhalten.

Was ist das Ziel der Umfrage?

Das Ziel dieser Umfrage ist es, eine Beziehung zwischen wiederkehrender Angst und anderen Krisen (Kriege, finanzielle und familiäre Krisen, Umweltkatastrophen und Pandemien) herzustellen und die Ängste zusammenzuführen, um klinische Konsequenzen zu ziehen und das Zusammenspiel sowie mögliche Lösungen zur Überwindung dieser Konflikte zu analysieren. Die Ergebnisse sollen dann genutzt werden, um spezifische Informationsmaterialien zu erarbeiten und bereitzustellen und eine bessere psychische Gesundheitsberatung anzubieten.

Wie ist der Ablauf der Umfrage?

Insgesamt sollen international 1000 Patientinnen für die Studie befragt werden. Die Umfrage ist anonym und die Daten werden anhand eines Fragebogens erhoben, welcher sowohl online als auch in Papierform an den teilnehmenden Studienzentren zur Verfügung stehen wird.

Der Fragebogen umfasst ca. 80 Fragen zu Ängsten vor dem Krankheitsrückfall, Ängste vor Krisen, aber auch zur Mediennutzung, die eigene Resilienz und weitere relevante Fragen.

Gibt es Risiken?

Die Expression 18 ist eine Umfragestudie und hat deswegen keine Teilnahmerisiken.

Teilnahmevoraussetzung

Die Umfrage steht allen Patientinnen ab einem Alter von 18 Jahren offen, bei denen gynäkologischer Krebs einschließlich Brustkrebs diagnostiziert wurde, unabhängig vom Krankheitsstadium und den erhaltenen Behandlungen.

Wo kann ich an dieser Studie teilnehmen?

Die Teilnahme ist ab sofort online möglich!

NOGGO S33 – EXPRESSION XX (20)

NOGGO S33 – EXPRESSION XX

Umfrage unter Patientinnen mit gynäkologischen Tumorerkrankungen zum Überbringen schlechter Nachrichten

Was wird in der Studie untersucht?

Das Überbringen schlechter Nachrichten ist ein wesentlicher Bestandteil des medizinischen Berufsalltags, insbesondere in der gynäkologischen Onkologie. Trotz der Häufigkeit dieser Gespräche stellt das Überbringen schlechter Nachrichten für viele Ärztinnen und Ärzte eine erhebliche Herausforderung dar. Studien betonen die Notwendigkeit von Kommunikationstraining, um das Selbstvertrauen des medizinischen Personals zu stärken und die Angst vor solchen Gesprächen zu reduzieren. Bisher gibt es jedoch nur wenige Studien zu diesem Thema, insbesondere im deutschsprachigen Raum fehlen Untersuchungen, die die Perspektive der Patientinnen beim Überbringen schlechter Nachrichten in der gynäkologischen Onkologie erfassen. Um diese Lücke zu schließen, wurde die Expression 20 Umfrage geplant.

Was ist das Ziel der Studie?

Ziel dieser Umfrage ist es, die Perspektive der Patientinnen beim Überbringen schlechter Nachrichten zu erfassen und zu analysieren. Dabei sollen Unterschiede zwischen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund untersucht werden. Es wird vermutet, dass Patientinnen generell Verbesserungsbedarf beim Überbringen schlechter Nachrichten sehen. Zudem soll erforscht werden, ob Frauen mit Migrationshintergrund sich im Vergleich zu Frauen ohne Migrationshintergrund weniger gut aufgeklärt fühlen und ob sie Bedarf an interkulturellen Kompetenzen und Angeboten haben.

Wie ist der Ablauf der Studie?

Insgesamt sollen 500 Patientinnen für die Studie befragt werden. Die Umfrage ist anonym und die Daten werden anhand eines Fragebogens erhoben, welcher in Papierform an den teilnehmenden Studienzentren zur Verfügung stehen wird. Der Fragebogen ist in 4 Sprachen verfügbar – Deutsch, Türkisch, Arabisch und Englisch.

Der Fragebogen ist in 2 Teile gegliedert:

  1. Soziodemographische Fragen
    – 15 Fragen zur Person (Alter, Bildungsstatus, Partnerschaft, Muttersprache, Geburtsort) und zur Tumorerkrankung
  2. Gesprächsfragen
    – 46 Fragen zu einem Gespräch, in welchem schlechte Nachrichten bezüglich der Erkrankung übermittelt wurden. Die Fragen beziehen sich insbesondere auf das Befinden und die Wünsche der Patientin im Rahmen dieses Gespräches und die Zeit nach dem Gespräch.

Gibt es Risiken?

Nein, es ist eine Umfrage.

Teilnahmevoraussetzungen

Frauen mit gynäkologisch-onkologischen Tumorerkrankungen inklusive Borderline-Tumoren dürfen an dieser Umfrage teilnehmen. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Es werden nur Frauen eingeschlossen, die in Deutschland leben.

Wo kann ich an dieser Studie teilnehmen

Die Studie wird aktuell in Berlin an der Klinik für Gynäkologie der Charité im Virchow-Klinikum sowie im Vivantes Klinikum am Urban durchgeführt.

Die Teilnahme ist ab sofort auch online möglich!

Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 11.06.2025

NOGGO S20 / ENGOT-gyn4 – EXPRESSION IX (9)

NOGGO S20 / ENGOT-gyn4 – EXPRESSION IX (9)

Langzeitüberlebende mit gynäkologischen Krebserkrankungen

Was wird in der Studie untersucht?

Basierend auf der Erfahrung mit Expression VI – Carolin meets HANNA, eine Umfrage, die sich auf Langzeitüberlebende mit Eierstockkrebs fokussierte, möchten wir dieselbe Umfrage mit teilweise leicht modifizierten Fragen mit Überlebenden anderer gynäkologischer Krebsarten durchführen.

Was ist das Ziel der Studie?

Mit der Umfrage „Expression IX“ möchten wir das Patientenkollektiv der Langzeitüberlebenden erweitern und wollen nun das Langzeitüberleben mit allen gynäkologischen Tumoren einschließen. Im Rahmen der Studie wollen wir weltweit Patientinnen mit Zervixkarzinom, Endometriumkarzinom und anderen seltenen gynäkologischen Tumoren (z.B. gynäkologische Sarkome in der Gebärmutter oder Keimstrangtumore) anhand eines anonymisierten Fragebogens und via Internet, befragen. Ziel der Umfrage ist es, potenzielle Faktoren zu identifizieren, die einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Lebenserwartung mit diesen Tumoren haben.

Wie ist der Ablauf der Studie?

Sie erhalten unterschiedliche Fragebögen zur Beantwortung. Mit dem Ausfüllen des Fragebogens bzw. mit der Beantwortung der Fragen erklären Sie sich bereit, an der Umfrage teilzunehmen und dass Sie vollständig über diese Umfrage informiert sind, sowie die Ziele dieser Umfrage verstehen. Ganz bewusst haben wir die Anzahl der Fragen limitiert, um den Aufwand für Sie so gering wie möglich zu halten. Für die Teilnahme an dieser Umfrage benötigen wir keine Angaben wie Name, Adresse oder Geburtsdatum. Die Umfrage findet anonymisiert statt. Das Ausfüllen des Fragebogens wird ca. 1 Stunde Ihrer Zeit in Anspruch nehmen. Den ausgefüllten Fragebogen geben Sie bitte der Person zurück, von der Sie die Umfrage erhalten haben, oder schicken ihn an die im Fragebogen genannte Adresse zurück. Weiterhin ist es möglich über den untenstehenden Link teilzunehmen.

Gibt es Risiken?

Nein, es ist eine Umfrage.

Teilnahmevoraussetzungen

An dieser Studie können Frauen im Alter ab 18 Jahre teilnehmen, deren Diagnose einer gynäkologischen Krebserkrankung fünf Jahre oder mehr zurückliegt.

Wo kann ich an dieser Studie teilnehmen?

Umfrage Expression IX oder über die teilnehmenden Zentren.

NOGGO S18 – EMRISK (Rekrutierung abgeschlossen)

NOGGO S18 – EMRISK
(Rekrutierung abgeschlossen)

Entwicklung eines Risikovorhersagemodells für Übelkeit und Erbrechen
während einer Chemotherapie

Die Rekrutierung von Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs ist für diese Studie abgeschlossen.

Was wird in der Studie untersucht?

Bei der EMRISK-Studie handelt es sich um eine Beobachtungsstudie in zwei Phasen, bei der Patientinnen nach ihrer Vorgeschichte und ihren Risikofaktoren für Übelkeit und Erbrechen und nach dem tatsächlichen Auftreten von Übelkeit und Erbrechen während der Chemotherapie befragt werden. Untersucht wird, ob sich aus diesen Angaben ein gültiges Modell zur Vorhersage des Risikos von Übelkeit und Erbrechen ableiten lässt.

Was ist das Ziel der Studie?

In dieser Studie soll ein Modell entwickelt werden, um das Risiko einer Patientin für Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie vorherzusagen.

Wie ist der Ablauf der Studie?

Die Studie wird bei insgesamt 519 Patientinnen durchgeführt. In der ersten Phase füllen 191 Patientinnen vor der ersten Chemotherapie einen Fragebogen aus, der Aufschluss über ihre persönlichen Risikofaktoren für Übelkeit und Erbrechen gibt. Während der chemotherapeutischen Behandlung wird dann mithilfe eines ausgehändigten Tagebuchs dokumentiert, wann und wie stark Übelkeit und Erbrechen tatsächlich auftreten.

Dabei sollen Zusammenhänge zwischen den Risikofaktoren und der Entstehung von Übelkeit und Erbrechen ermittelt werden, um daraus ein Modell zu entwickeln, das das persönliche Risiko jeder einzelnen Patientin berechnet. Vor der ersten Chemotherapie, vor dem vierten Zyklus sowie nach dem Ende der Behandlung werden die Patientinnen mit dem QLQ-C30-Fragebogen nach ihrer Lebensqualität (Quality of Life) befragt. In der zweiten Phase wird dieses Modell bei 328 Patientinnen vor ihrer Behandlung angewendet, um seinen Vorhersagewert zu überprüfen.

Die erste Studienphase wurde bereist erfolgreich abgeschlossen.

Gibt es Risiken?

Nein, die EMRISK ist eine Beobachtungsstudie. Die Patientinnen, die an der Studie teilnehmen, würden die gleiche Therapie erhalten, wenn sie nicht an der Studie teilnähmen. Insofern führt die Studienteilnahme zu keinerlei Risiken.

Teilnahmevoraussetzungen

An dieser Studie können Frauen in einem Alter ab 18 Jahre teilnehmen,

  • bei denen ein gynäkologischer Primärkrebs diagnostiziert wurde,
  • mit einer geplanten Chemotherapie von mindestens drei Zyklen, adjuvant und neoadjuvant (als Standardtherapie),
  • die bereit und in der Lage sind, die Fragebögen auszufüllen und das Tagebuch zu führen
  • und die eine schriftliche Zustimmungserklärung abgegeben haben.

Die Studie wird unterstützt von

eVOLVE – Cervical

eVOLVE – Cervical

Therapiestudie zur Bewertung von Volrustomig nach Radiochemotherapie bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs und hohem Risiko für einen Krankheitsfortschritt

Die eVOLVE-Cervical-Studie ist eine weltweite, randomisierte (die Zuordnung der Behandlung für die konkrete Patientin erfolgt per Zufall), doppelblinde (weder Patientin noch die behandelnden Ärzt:innen wissen in welcher Behandlungsgruppe die Patientin ist) und placebokontrollierte Phase-III-Studie. Untersucht wird die Wirksamkeit des Medikaments Volrustomig als Erhaltungstherapie nach einer Standardbehandlung mit Chemotherapie plus Bestrahlung bei Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs, die ein hohes Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung (auch Progress genannt) aufweisen.

Was wird in der Studie untersucht?

Gebärmutterhalskrebs gehört zu den Krebsarten, die aktuell u.a. mit einer Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung (Radiochemotherapie, RCT) behandelt werden. Diese Therapie war seit über 20 Jahren der Behandlungsstandard beim lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinom. Da es aber bei vielen Patientinnen noch zu einem Krankheitsrückfall kommt, ist die Suche nach neuen wirksamen Therapieoptionen von großer Bedeutung.

Volrustomig ist ein sogenannter bispezifischer Antikörper, also ein Immuntherapie-Medikament, das gezielt an zwei „Andockstellen“, sogenannte Rezeptoren, auf den Abwehrzellen des Körpers (T-Zellen) angreift: PD-1 und CTLA-4.

Diese beiden Rezeptoren wirken normalerweise wie Bremsen: Wenn sie aktiviert sind, wird die T-Zelle „ruhiggestellt“ und greift die Tumorzellen nicht mehr an. Viele Krebszellen nutzen diesen Mechanismus, indem sie die Rezeptoren einschalten und sich so vor dem Immunsystem verstecken.

Volrustomig blockiert gleichzeitig PD-1 und CTLA-4. Dadurch wird die Bremse an den T-Zellen gelöst, und die Abwehrzellen können die Krebszellen besser erkennen und bekämpfen.

Da Gebärmutterhalskrebs als besonders empfindlich gegenüber Immuntherapien gilt, hoffen die Forschenden, dass Volrustomig das Rückfallrisiko nach der Standardtherapie verringert und das Überleben verlängert.

Was ist das Ziel der Studie?

Das Hauptziel der Studie ist zu prüfen, ob eine Behandlung mit Volrustomig nach abgeschlossener Radiochemotherapie das Fortschreiten oder das Wiederauftreten der Erkrankung (progressionsfreies Überleben, PFS) im Vergleich zu einem Placebo verzögern kann.

Wie ist der Ablauf der Studie?

Insgesamt sollen 800 Patientinnen weltweit an der Studie teilnehmen.

Die Patientinnen werden nach Abschluss der RCT zufällig in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Arm A: Volrustomig als intravenöse Infusion in regelmäßigen Abständen von 3 Wochen
  • Arm B: Placebo als Infusion in denselben Abständen

Die medikamentöse Behandlung in beiden Armen erfolgt für maximal 24 Monate. Alle Studienteilnehmerinnen werden nach der Behandlung noch weiter im Rahmen der Studie beobachtet.

Gibt es Risiken?

Über mögliche Risiken bzw. Nebenwirkungen, die mit der Teilnahme verbunden sind, werden Sie im Rahmen eines Aufklärungsgesprächs informiert.

Teilnahmevoraussetzungen

An dieser Studie können Frauen im Alter ab 18 Jahre teilnehmen mit:

  • Histologisch gesichertem Gebärmutterhalskrebs
  • Lokal fortgeschrittenem Stadium (FIGO 2018 IIIA-IVA)
  • ohne Hinweis auf Metastasen
  • bereits abgeschlossener Radiochemotherapie (mind. 4 Zyklen Cisplatin), unter der die Erkrankung nicht fortgeschritten ist oder
  • Patientinnen, deren Radiochemotherapie noch startet oder aktuell läuft, können ebenfalls in die Studie aufgenommen werden, erhalten die Therapie jedoch erst nach Abschluss der Radiochemotherapie

Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Kriterien, die für eine Teilnahme an der Studie erfüllt sein müssen. Weitere Informationen erhalten Sie über Ihre behandelnden Ärzt:innen.

Die Studie wird unterstützt von